Der WulcheChratzer, Online-Ausgabe November 2012

«Alli wo gärn Wiehnachtslieder singe!»
Das Hörspielprojekt «24. Dezember»
Der Preis der Tageskarten Gemeinde
Der Weg nach Gäbelbach
Ein Wolkenkratzer aus Papier?
«Ich habe keine Illusion…
«MiPart - MigrantInnen wirken mit»
Musikgesellschaft Bern-Bümpliz
Neues vom «Westfenster»
Für Menschen mit Behinderung
Saisonende im Brünnengut
Spanischkurse
Sparmassnahmen
Veranstaltungskalender
Weihnachten fällt aus (dem Rahmen)
Weihnachtssingen
Zone für Wohnexperimente
Zwiebeleien

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«Alli wo gärn Wiehnachtslieder singe!»

Ob Grosseltern mit ihren Enkeln, Eltern mit ihren Kindern oder alle Leute, die gerne singen - alle sind willkommen. Am Samstag, 15. Dezember, 9.30–11.30 Uhr und Freitag, 21. Dezember, 17–20. Uhr, «Mit Brot u Chäs».

Am Samstag, 22. Dezember, 9.30–11.30 Uhr und Montag, 24. Dezember, 15–17 Uhr, Mitsingen im Familien-Gottesdienst.

Im Ref. Kirchgemeindehaus, Eymattstr. 2b für Menschen in jedem Alter, welche gerne singen. Unter der Leitung von Bettina Spiccia, Musik- und Bewegungspädagogin

Anmeldung bis 9. Dezember an Ref. Kirchgemeinde Bethlehem, Silvia Kernen Santschi, Eymattstr. 2b, 3027 Bern, oder per Mail: silvia.kernen@ref-kirche-bethlehem.ch

Silvia Kernen Santschi, Katechetin

Elisabeth Gerber, Pfarrerin

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Das Hörspielprojekt «24. Dezember»

Das  Jugendtheater Bern West, organisiert vom Trägerverein offene Jugendarbeit, läuft vom 7. Bis 9. Dezember im Gemeinschaftszentrum Gäbelbach. Die jugendlichen Darstellenden gewähren auf der Bühne einen Einblick in die aufreibende Suche nach dem Erwachsen-werden. Die Jugendlichen wollen selbstbestimmend ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen, dabei autonom werden und den Schritt ins Leben wagen. Dabei kommen ihnen verschiedenen Personen, Themen und sie sich selbst in die Quere.

Regie und Produktion: Azad Süsem. Aufführung am 7. und 8. Dezember, 20 Uhr, Abendkasse ab 19.30 Uhr geöffnet und am 9. Dezember, 18 Uhr, Abendkasse ab 17.30 Uhr geöffnet.

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Der Preis der Tageskarten Gemeinde

Am 9. Dezember erhöhen die SBB wieder die Preise für Billets, Abonnemente und auch für die Tageskarte Gemeinde. Deshalb müssen auch die Verkaufsstellen von Bern ihre Preise anpassen. Glücklicherweise können wir bis Ende Februar die Tageskarten noch zum alten Preis von Fr. 47.-- anbieten. Ab dem 1.3. kostet eine Tageskarte dann neu Fr .48.--. Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt des Verkaufes und nicht der Gültigkeit der Tageskarte.

Quartierzentrum im Tscharnergut, mk

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Der Weg nach Gäbelbach

Ihre Hilfe wird benötigt! Kennt jeder den Weg von der Tramstation hinein in den Gäbelbach? Fragen Ihre Freunde und Bekannte immer nach dem Weg zu Ihnen? Um die Orientierung zu vereinfachen, soll eine Aktion auf dem Ansermetplatz durchgeführt werden. Wie möchten herausfinen, ob ein Signal gewünscht wird und wie dieses aussehen könnte.  Weitere Informationen werden hierzu bald in den Aushängen im Gäbelbach folgen. Oder fragen Sie doch direkt nach bei Maria Wiebicke (Sozialarbeiterin in Ausbildung) Quartierarbeit Gäbelbach/Holenacker, erreichbar unter 031 991 95 88.

mw

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Ein Wolkenkratzer aus Papier?

Diese Frage betrifft nicht das Bauwerk, diese Bauform welche in den letzten Jahren in den Städten unter Planern, Architekten oder Wohnbauinteressierten grosse Diskussionen ausgelöst hat, sondern die Frage betrifft das Papier! Ein Wolkenkratzer aus Papier existiert tatsächlich, es betrifft unser «Quartierblatt von Bethlehem» mit dem etwas provokativ gesetzten Haupttitel «Der Wulchechratzer», wobei tatsächlich das bis über den oberen Papierrand hinausweisende «t» einen kühnen, ja gefährlichen Eindruck zu erzeugen vermag. Dieses schmale, hochformatige Blatt kratzt nicht nur in höheren Gefilden, sondern schürft auch durch den Boden. Und dies nunmehr seit 50 Jahren! Beim Durchblättern der vielen Ausgaben findet sich die Geschichte Bethlehems wieder und damit auch die Geschichte unseres Stadtkreises 6. Verwunderlich, dass sich aus universitären Kreisen, wie zum Beispiel der Soziologie, bis heute noch niemand mit unserem Quartierblatt beschäftigt hat, wiederspiegelt doch sein Inhalt durch ganze 50 Jahre hindurch auch das Entstehen einer multikulturellen Bewohnerschaft. Warten wir ab.

Fünfzig Jahre müssen gefeiert werden. So hat sich der «Wulchi», wie unsere Zeitung auch vertraut und liebevoll genannt wird, während diesem Jahr ein spezielles Gesicht gegeben. Wer erinnert sich an den Januar mit den vielen Schneemännern? Wer hat nach deren Zahl gefragt und sogar zu zählen begonnen? Oder das Gebrabbel der Maikäfer? Wer hat sich hier durchs Jahr hindurch nicht hinter den Ohren gekratzt und zum Beispiel die üppige Traube als herbstliches Zeichen entgegengenommen?

Der Wulchi-Wettbewerb

Bei all diesen Titelbildern im 50. Jahrgang des «Wulchis» hat es eine Gemeinsamkeit. Wissen Sie welche? Dann nehmen Sie an unserem Wettbewerb teil. Sie können die Antwort auf diese Frage bis 31. Dezember im Quartierzentrum im Tscharnergut abgeben oder senden Sie ein Mail an die Adresse wulchechratzer@tscharni.ch

Falls Sie sich die Titelbilder noch einmal ansehen möchten um sich zu vergewissern: Zu Beginn des Monates Dezember werden sie im Café Tscharni im vergrösserten Format zur Schau gestellt. Am 7. Januar wird am Apéro ab 17 Uhr noch einmal herzlich der Geburtstag des «Wulchis» gefeiert und ca. um 18 Uhr erhält die Gewinnerin oder der Gewinner des Wettbewerbs einen Überraschungspreis.

Liebe Leserinnen und Leser, das ganze Redaktionsteam und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danken Ihnen allen für die treue Gefolgschaft und bittet Sie, sich diesen Termin zu reservieren. Auch Sie sind herzlich eingeladen.

Für die Redaktion, Peter Muster

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«Ich habe keine Illusion…

...– ich habe Phantasie». Ein Vortrags- und Diskussionsabend mit Mohamed Yussuf. «ikuB - die interkulturelle Brücke» lädt ein zum Film-, Diskussions- und Begegnungsabend am Freitag, 30. November um 19.30 Uhr im Café Tscharni, Waldmannstr. 17. Mohamed Yussuf, der zurzeit ein somalisches Integrationsprojekt entwickelt, schildert uns anhand eines Kurzfilms die Situation in seinem Heimatland vor und nach dem Bürgerkrieg. Er thematisiert auch persönliche Erlebnisse und mögliche Lösungsansätze. Der Anlass wird abgerundet durch ein somalisches Apérobuffet. Der Eintritt ist frei, eine Kollekte hilft die anfallenden Kosten zu decken. Wir freuen uns, Sie im Tscharni zu begrüssen! www.interkulturellebrücke.ch

David Quint, Leiter ikuB

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«MiPart - MigrantInnen wirken mit»

Heimisch werden, mitbestimmen, etwas Neues lernen! Ob bei Velofahrkursen, in der freiwilligen Feuerwehr, im Frauentreff oder im Chor. Überall dort sind Menschen freiwillig engagiert. Damit prägen sie das Quartierleben, setzen ihr Talent ein, profitieren von neuen Bekanntschaften und eignen sich wichtige Fähigkeiten für den (Berufs-)Alltag, wie beispielsweise Deutschkenntnisse, an.

Das Projekt «MiPart – MigrantInnen wirken mit» setzt sich für die Mitbestimmung und Vernetzung der Bewohnerschaft in Bümpliz und Bethlehem ein, indem engagierte Migrantinnen und Migranten bei der Suche nach einem geeigneten Einsatz in Vereinen und Organisationen in Bern West unterstützt werden. Davon profitieren beide Seiten: Es werden Kontakte geknüpft, Ideen ausgetauscht, Sprachkenntnisse angeeignet und wichtige Aufgaben übernommen. Dieses Engagement fürs eigene Quartier fördert das Zusammenleben und das Gefühl angekommen zu sein. Erste Umfragen haben gezeigt, dass viele interessierte Vereine und Organisationen spannende und lehrreiche Engagements anbieten. Jetzt sind Migrantinnen und Migranten gefragt, die sich vorstellen können, ein solches Engagement anzunehmen.

Interessiert? Frau Nurcan Simsek, Projektleiterin, gibt Ihnen gerne Auskunft unter der Nummer 077 428 59 15 oder per Mail unter  info@mipart.ch, www.mipart.ch

«MiPart – MigrantInnen wirken mit» ist ein Projekt der Fachgruppe MiAu-Q (Mitwirkung von Migrantinnen und Migranten in den Quartieren Bümpliz/Bethlehem). Das Projekt wird unterstützt von contakt-citoyenneté, dem gemeinsamen Förderprogramm des Migros-Kulturprozent und der Eidg. Kommission für Migrationsfragen EKM, www.contakt-citoyennete.ch und dem Kompetenzzentrum Integration der Stadt Bern.

nh

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Musikgesellschaft Bern-Bümpliz

Am Sonntag, 25. November um 17 Uhr spielt die Musikgesellschaft Bern-Bümpliz in der Ref.Kirche Bethlehem ihr Winterkonzert «Tierisches» unter der Leitung von Ueli Schori. Solist: Nayan Stalder, Hackbrett. Der Eintritt ist frei, es gibt eine Kollekte.

mgbb

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Neues vom «Westfenster»

Wenn sich die Irritation in unserem Alltag nicht schon in allen Ritzen ausgebreitet hat, könnte mit der 7. «Westfenster – Kunstaktion» beim Brünnengut, vielleicht ein Verunsicherungspotenzial gefunden werden… Ist das überhaupt noch möglich?

Die Berner Künstlerin Gabriela Gerber und der in Bern und Zürich lebende Filmmacher Konstantin Gutscher laden uns mit ihrer Frage «Was stört hier?» zu dieser Suche ein. Mit ihrer Frage gelangen sie auf das weite Feld unserer eigenen Wahrnehmung und unseren Bezug zum Anderen und damit auch zum Fremden. Stört hier in diesem grünen Bereich des Sich-Erholens und Sich-Gehenlassens überhaupt etwas? Die Gebäudegruppe des Brünnengutes mit ihrem schönen Barockgarten zeugt doch von Stabilität und Harmonie und dieser ganze Ort mit seiner alten Geschichte - neu zum Leben erweckt - ist ein idealer Begegnungsort geworden. Was könnte hier stören?

Wäre es vielleicht eine Irritation, welche hier aus diesem Ort entsteht, dem Gewohnten und dem Neuen, zwischen den bestehenden Grosssiedlungen der vergangenen Jahrzehnte und dem immer noch im Werden begriffenen Brünnenquartier? Ja, wäre sogar weiter zu fragen, ob ich hier als Befragter selbst der Auslöser eines Störeffektes bin? Schliessen wir hier die Kiste der tiefenpsychologisch orientierten Fragerei und freuen uns an diesem schönen Ort! Falsch wäre es jedoch der Kunst die Schuld zuzuweisen, wenn sie uns mit ihrer Frage kurz aufmerken lässt, denn auch an diesem Ort der Ruhe, Beschaulichkeit und der Begegnung, kann uns plötzlich ein kleiner Moment der Irritation verunsichern. Wie immer gibt es eine SMS – Nummer, mit welcher wir uns melden können. Diese lautet: 079 842 48 36. Am nächsten «Westfenster – Kunstanlass», es wird am Samstag, 4. Mai 2013 der achte sein, wird uns eröffnet, was aus den Antworten geworden ist. Auf diese künstlerische Intervention sind wir alle gespannt!

pm

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Für Menschen mit Behinderung

Pro Infirmis geht vom Recht aller Menschen aus, das Leben nach ihren Möglichkeiten selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu gestalten. Wir unterstützen dabei Menschen mit geistiger, körperlicher und psychischer Behinderung und Rheumakranke sowie deren Bezugspersonen. Eine Behinderung stellt betroffene Menschen und ihre Angehörigen vor eine ganz neue Lebenssituation und vor viele offene Fragen. In dieser Situation bieten Ihnen die Beratungsstellen von Pro Infirmis kompetente und professionelle Beratung bei der Suche nach Lösungen an.

Zusätzlich zu unserem bisherigen Dienstleistungsangebot Sozialberatung bieten wir seit dem 1. Januar 2012 die Assistenzberatung an. Diese richtet sich an behinderte Personen, die selbständig in einer Wohnung leben oder leben wollen und auch für alltägliche Handlungen, Arbeit, Ausbildung und aktive Teilnahme am sozialen Leben auf die Hilfe von Dritten angewiesen sind. Wir bieten Interessierten Beratung und Unterstützung an.

Für das Gebiet Bern West sind auf der Beratungsstelle Pro Infirmis Bern Stadt seit einigen Jahren René Kramer, Brigitte Estermann und neu seit 1. Mai Barbara Deuchler als Sozialarbeiter/Sozialarbeiterinnen tätig. Zögern Sie nicht, sich telefonisch für ein Gespräch anzumelden, wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen. Wir behandeln Ihr Anliegen vertraulich. Die Beratungsgespräche finden wenn möglich auf unserer Beratungsstelle an der Brunngasse 30 in Bern statt und sind kostenlos. Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 031 313 57 57.

Pro Infirmis

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Saisonende im Brünnengut

Die Garten- und Obstsaison in der Parkanlage Brünnengut ist nun zu Ende. Die Gärteler und Obstler vom Brünnengut haben am Samstag, 20. Oktober bei schönstem Wetter ihr Saisonende gefeiert, die Gärten zum Teil schon abgeräumt und die Wasserstellen für den Winter eingepackt. Die wenigen Liter frisch gepressten süssen Apfelmosts sind schon getrunken. Im Frühjahr geht es dann wieder los!

www.bruennengut.ch

hst

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Spanischkurse

Für Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger bietet Frau Elena Binggeli im Quartierzentrum im Tscharnergut an der Waldmannstrasse 17 folgende Spanischkurse an:

Spanisch für Reisen, Donnerstag 8.30–10 Uhr: In diesem Kurs werden Sie ihr Spanisch auffrischen und die Kultur, Sitten und Geschichte nicht nur von Spanien, sondern auch von Lateinamerika näher kennenlernen.

Basiskurs, Donnerstag 10.15–11.30 Uhr: Mit Konversation, Lektüren, Texten und Liedern erlernen Sie Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben in Spanisch.

sr

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Sparmassnahmen

Überall muss gespart werden. Auf wessen Kosten dies geschehen soll, wird heiss diskutiert. Unter anderem soll bei den Tramlinien 7 und 8, aber auch bei der Gemeinwesenarbeit massiv gespart werden, was Komfort- und Leistungseinbussen zur Folge haben könnte. Parteien, Gewerkschaften und Facharbeiter wehren sich:

«Schwerwiegende Verschlechterungen»

Die SP Bümpliz/Bethlehem wehrt sich gegen kantonale Sparmassnahmen bei der Quartierarbeit und den Tramlinien 7 und 8. Diese würden vor allem in Berns Westen schwerwiegende Verschlechterungen für Menschen und Quartier bedeuten. Die Quartier- und Gassenarbeit ist vor allem in Berns Westen zentraler Bestandteil funktionierender gesellschaftlicher Integration für alle im Quartier. «Die Mitarbeitenden (Angestellte und Ehrenamtliche) leisten wichtige Arbeit für erfolgreiche Integration und Prävention.» sagt Szabolcs Mihalyi, Vizepräsident der SP Bümpliz/Bethlehem und Präsident des Holenackervereins in Bethlehem. «Holenackerverein und Breitsch-Träff konnten erst vor kurzem den Verlust ihrer Räumlichkeiten (vorläufig) abwenden. Würde jetzt auch noch bei der Quartierarbeit gespart, müsste das Angebot bei vielen Quartiervereinen in der Stadt weiter gekürzt werden.» Sparübungen hier führen nur zu Mehrkosten durch neue Probleme (Verwahrlosung, mehr Gewalt etc.). Ein Polizist, der z. B. bei Ruhestörungen durch Jugendliche ausrücken muss, ist viel teurer, als jemand von der Quartierarbeit oder von Pinto, der mit diesen das Gespräch sucht. Auch die Bümplizer SP-Grossrätin Margrith Stucki-Mäder zeigt sich entsetzt: «Inakzeptabel sind die Abbauvorhaben bei der Quartierarbeit. Die hier kurzfristigen Einsparungen werden den Kantonshaushalt längerfristig um ein Mehrfaches belasten.»

Die SP Bümpliz/Bethlehem fordert deshalb die Beibehaltung der Beiträge durch den Kanton. «Andernfalls wird die SP Bümpliz/Bethlehem im Stadtrat die Übernahme der fehlenden Mittel durch die Stadt beantragen» ergänzt Vizepräsident und Stadtratskandidat Mihalyi.

SP Bümpliz Bethlehem

Das böse Erwachen

Da hat man nun das Geschenk, das Steuergeschenk. Die StimmbürgerInnen haben dieses Jahr an der Urne entschieden, dass sie ab 2013 weniger Motorfahrzeugsteuern bezahlen wollen. Nun muss der Regierungsrat sparen. Beim Tram nach Brünnen und Bümpliz. Und bei den Quartier- und Gemeinschaftszentren. Der Tramverkehr nach Brünnen und Bümpliz soll eingeschränkt werden. Das schmerzt. Das heisst längere, unattraktive Wartezeiten. Aber weit schmerzhafter dürfte der Schnitt von 1.5 Millionen für die Quartier- und Gemeinschaftszentren der Stadt Bern sein. Das GZ Gäbelbach, das Freizeithaus Holenacker, der Treffpunkt Untermatt oder das Tscharni: Wen in Bern West wird es treffen? Wer wird den Betrieb einschränken oder gar ganz einstellen müssen? Auch die Stadt kündigt an, gegebenenfalls grundsätzlich über die Bücher zu gehen. Das verheisst nichts Gutes. Was über die Jahre sorgfältig und mit viel Engagement in den Quartieren aufgebaut worden ist, wird nun zur Entlastung der Autofahrerportmonees geopfert. Das ist ein böses Erwachen und es heisst, die Augen reiben. In der Novembersession wird sich der Grosse Rat noch einmal mit dem Voranschlag befassen. Nun heisst es, sich zu wehren. Es gilt, auch die bürgerlichen Stadtvertreter im Grossen Rat anzugehen, um ihnen klarzumachen, dass es so nicht geht. Es gibt Zeiten, da sollte man schweigen. Die sind nicht jetzt. Es geht um die Zukunft unserer Quartierarbeit.

Adi Blum, Stadtratskandidat Grünes Bündnis

Empörung über die Ausdünnung Linie 7 und 8

Das gewerkschaftlich organisierte Personal sei empört über die Kürzungsanträge des Regierungsrates bei Bernmobil, schreibt der vpod in einer Medienmitteilung. Der Regierungsrat torpediere mit der Ausdünnung der Linien 7 und 8 in fahrlässiger Weise die Tramregion Bern. «Mit dieser Aktion vernichtet der Regierungsrat Arbeitsplätze», schreibt der vpod weiter. Bei Bernmobil führe das glücklicherweise nicht zu Kündigungen. Die neuen Tramlinien im Westen stiessen in Bethlehem und Bümpliz auf Kritik. Der Bus fuhr früher in den Stosszeiten im 3-Minuten-Takt, zwar überfüllt aber ohne nennenswerte Wartezeiten. Das Tram 7 und 8 verkehrt heute im 6- Minuten-Takt und soll neu auf den 7½-Minuten-Takt ausgedünnt werden. Deswegen würden im Fahrdienst bei Bernmobil Stellen verloren gehen, meint der vpod. Das sei betriebswirtschaftlich unsinnig, weil die Kosten für Unterhalt nicht sinken würden. Kaum sei die Infrastruktur für die Linien 7 und 8 gebaut, wolle der Regierungsrat eine Verschlechterung für die vor allem von Arbeitnehmern und Rentnern bewohnten Quartiere Bümpliz und Bethlehem. Dass einerseits die Tarife erhöht und gleichzeitig die Leistungen für die sozial schwächeren gestellten Quartiere verschlechtert würden, passe nicht zusammen.

In der Stadt Bern hätten in der Zeit, in der die Tramlinien 7 und 8 gebaut wurden, die Haushalte, die über kein Auto verfügen, von 47 auf 53 Prozent zugenommen. Das sei ein klares Indiz, dass der ÖV bequem sein müsse, damit die Menschen vom Auto in den ÖV umsteigen. «Der Grossrat muss hier korrigierend eingreifen», verlangt der zuständige vpod-Sekretär Michel Berger.

vpod Bern Stadt,  Michel Berger, Regionalsekretär

Brief an die Grossrätinnen und Grossräte

Sehr geehrte Frau Grossrätin, Sehr geehrter Herr Grossrat. Mit grosser Besorgnis haben wir Fachleute vom massiven Sparvorschlag für die Quartier- und Gemeinschaftszentren in den Tagesmedien Kenntnis genommen. Eine Kürzung von fast 50% unser bisherigen Subventionen (3,1 Mio pro Jahr via kantonalen Lastenausgleich) käme einem Kahlschlag für unsere konstante Leistungserbringungen gleich. In der vergangenen Zeit, insbesondere in den letzten zwei Jahren, mussten wir bereits erhebliche Einsparungen verkraften, um wieder eine ausgeglichene Rechnung ausweisen zu können. So konnten offene Stellen nicht besetzt werden und zwei Quartiertreffs mussten letztes Jahr den Betrieb dauerhaft massiv einschränken.

Die Quartier- und Gemeinschaftszentren sind in erster Linie für die Vermietung von Räumen, die Informationsvermittlung sowie soziokulturelle Angebote bekannt. Diese sichtbaren Leistungen werden von Quartierbewohnerlnnen seit mehr als 30 Jahren sehr geschätzt. Um Ihnen die Tragweite des Sparvorschlags zu verdeutlichen, möchten wir Ihnen aus fachlicher Sicht einen kurzen Überblick über weitere, weniger sichtbare Leistungen vermitteln.

- Partizipative Quartierentwicklung

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Verwaltungsstellen engagieren wir uns vermehrt in der Quartierentwicklung, um die Lebensqualität insbesondere in benachteiligten Quartieren zu verbessern. Neben ökonomischen und ökologischen Bereichen setzt sich die vbg gemäss dem nationalen Konzept zur nachhaltigen Entwicklung für die sozialen Aspekte ein. Die Quartierarbeitenden funktionieren als ScharniersteIle zwischen Bevölkerung und Behörden, indem sie den Informationsfluss auf beide Seiten sicherstellen. Ein zentrales Element ist dabei die Kultivierung und Durchführung von Mitwirkungsprozessen. Dadurch können Einsprachen verringert, Konflikte reduziert und finanzielle sowie personelle Ressourcen eingespart werden.

- Netzwerkarbeit, Koordination und Kooperation

Durch die Förderung von Vernetzung und Kooperationen mit Organisationen, Vereinen, Behörden und weiteren Akteuren suchen wir bei Auftragsüberschneidungen nach Synergien und vermeiden dadurch Doppelspurigkeiten. Dies bedingt einen Aufbau und eine konstante Pflege von Netzwerken, intensive Beziehungsarbeit und professionelle Projektbegleitung. Aufgrund der Vernetzung auf unterschiedlichen Ebenen können koordinative Aufträge von der Stadt, wie zum Beispiel die Frühförderung über primano, sichergestellt werden.

- Freiwilligenarbeit und Nachbarschaftshilfe

Mit der Zurverfügungsstellung von Räumlichkeiten und unserer fachlichen Begleitung bieten wir wichtige Rahmenbedingungen für Freiwilligenarbeit, die eine solche erst in diesem Umfang ermöglicht. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vermittlung von Nachbarschaftshilfe im Wohnumfeld.

- Qualifizierung von Langzeiterwerbslosen

Eines unser bedarfsorientierten Handlungsfelder ist die Integration und Qualifizierung von Langzeiterwerbslosen. Pro Jahr bieten wir rund 80 Programmteilnehmenden Beschäftigungsplätze im Quartier sowie in Gemeinschaftszentren an, mit dem Ziel aufgrund einer qualifizierten Begleitung eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft und in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Von den zuweisenden Stellen werden die langjährige Zusammenarbeit und das grosse Know-How bei den Qualifizierungsmassnahmen an den Einsatzorten sehr geschätzt.

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass wir mit unserer Nähe zur Quartierbevölkerung und unserer Sozialraumarbeit im Quartier wichtige Basis- und Vermittlungsarbeit leisten. Wir können so frühzeitig Missstände erkennen und intervenieren, gehen Konflikte an und informieren und beraten niederschwellig vor Ort. Wir bündeln mit Vernetzung und Kooperation die vorhandenen Ressourcen im Quartier und engagieren uns dafür, dass die Investitionen bedürfnisgerecht und am richtigen Ort eingesetzt werden.

Eine Einsparung von fast 50% würde unsere «seismologische», vermittelnde, querschnittsübergreifende Arbeit stark dezimieren. Die präventive Wirkung unserer Arbeit, das Ressourcenmanagement und die Förderung von Freiwilligenarbeit in den Quartieren würden weitgehend verloren gehen. Um den Fortbestand unserer folgekostensenkenden Arbeit zu sichern, ist von der massiven Sparmassnahme abzusehen.

Freundliche Grüsse im Namen der vbg Fachgruppe Quartierarbeit.

Scarlett Niklaus, Jörg Rothhaupt

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Veranstaltungskalender

·    Seniorennachmittag

Freitag, 23. November und 14. Dezember, 14.30–16.30 Uhr im Ref. Kirchgemeindehaus Bethlehem.

·    «De Fischer Alfons»

Samstag, 24. November, 17 Uhr in der Bibliothek Gäbelbach. Figurentheater für Kinder ab 4 Jahren des Ensemble «Liiribänz».

·    Winterkonzert «Tierisches»

Sonntag, 25. November, 17 Uhr, Ref. Kirche Bethlehem. Ein Konzert der Musikgesellschaft Bern-Bümpliz. Solist Nayan Stalder, Hackbrett.

·    Jassen im Café Tscharni

Donnerstag, 29. November, 13. und 20. Dezember von 14–17 Uhr.

·    Vernissage «KIOSK_offspace – Fassade»

Donnerstag, 29. November, 18–21 Uhr in der Cabane B. Ausstellung am 30.11., 17–20 Uhr und 1.12., 14–17 Uhr. www.cabaneb.ch

·    «Ich habe keine Illusion – ich habe Phantasie»

Freitag, 30. November um 19:30 Uhr im Cafe Tscharni. «Ikub - die interkulturelle Brücke» lädt ein zum Film-, Diskussions- und Begegnungsabend. Eintritt frei, Kollekte.

·    Ökumenischer Spielnachmittag

Montag, 3. Dezember, 14.30–16.30 Uhr im kath. Zentrum St. Mauritius.

·    «Quartier-z’Morge»

Dienstag, 4. Dezember, 8.30 Uhr, im Ref. Kirchgemeindehaus Bethlehem.

·    Ökumenischer Singnachmittag

Freitag, 7. Dezember, 14.30–16.30 Uhr im Ref. Kirch-gemeindehaus Bethlehem.

·    Jugendtheater - Das Hörspielprojekt «24. Dezember»

Fr./Sa., 7./8. Dez. 20 Uhr und So., 9. Dez. 18 Uhr im Gemeinschaftszentrum Gäbelbach. www.toj.ch

·    Suppenässe Gäbelbach

Samstag, 8. Dezember, 12.15 Uhr im Gäbelhus.

·    Ökumenisches «Mitenandässe»

Dienstag, 11. Dezember, 12.15 Uhr, Ref. Kirchgemeinde-haus Bethlehem.

·    «Gsundheit und a Guata mitenand»

Samstag, 15. Dezember, 12 Uhr im Quartierzentrum im Tscharnergut. Mittagessen für Seniorinnen und Senioren. Fr. 13.-- pro Person. Anmeldung unter 031 991 70 55.

·    US-Modellbahner Treff

Montag, 17. Dezember, ab 19 Uhr im Malatelier an der Abendstrasse 30. www.n-train.ch

·    Gottesdienst «Kirche im Quartier – KiQ»

Sonntag, 18. Dezember, 10 Uhr im Quartierzentrum im Tscharnergut. Infos bei Gallus Tannheimer, 031 992 87 17.

·    Seniorennachmittag «Kaffeechränzli» Gäbelbach

Mittwoch, 20. Dezember, 14.30 Uhr im Gäbelhus. Infos bei Helene Schär, 031 992 77 95. Weihnachtsfeier!

·    Seniorentanz

Freitag 21. Dezember, 14–17 Uhr im Quartierzentrum im Tscharnergut. Musik: Res Kiener, Unkostenbeitrag: Fr. 10.--

·    Kindertreff Tscharnergut

Mi

5.12.

14–19

Kerzenziehen im Quartierzentrum

Do

6.12.

14–19

Kerzenziehen im Quartierzentrum

Fr

7.12.

14–19

Kerzenziehen im Quartierzentrum

Mi

12.12.

11–14

«Zäme Fondue ässe». Weitere Infos im Treff

Do

13.12.

15–18

Bubennachmittag

Mi

19.12

9–12

Treffkaffee

 

 

14–17

Kino für die Kleinen (5–9 J.)

 

 

18–21

Kino für die Grossen (10–12 J.)

·    Kindertreff Mali

Mi

5.12.

10–12

Information und Beratung

 

 

14–18

Kerzenziehen

Do

6.12.

10–12

Kerzenziehen

 

 

14–18

Kerzenziehen

Fr

7.12.

10–12

Kerzenziehen

 

 

14–18

Kerzenziehen

Mi

12.12.

10–12

Information und Beratung

 

 

14–18

Kerzenziehen

Do

13.12.

10–12

Kerzenziehen

 

 

14–18

Kerzenziehen

Fr

14.12.

10–12

Kerzenziehen

 

 

14–18

Kerzenziehen

·    Kindertreff Jojo

Mi

5.12.

14–17

Freies Spiel

Do

6.12.

16.30–18

«Dr Samichlous chunnt»

Fr

7.12.

15–18

Guetzli backen

Mi

12.12.

14–17

Freies Spiel

Fr

21.12.

15–18

Sport-Toto

·    Mütterzentrum Bern-West

Do

22.11.

16–17.30

Kinder und Eltern gestalten gemeinsam ein Kinderbuch

 

 

18–20

Treffen alleinerziehender Frauen

So

2.12.

15–18

Tutti Frutti: Tanznachmittag für Mütter und Kinder

Di

4.12.

19.30–21

Elternkurs: Mit Bildern wächst man besser

Do

6.12.

16–18

Besuch vom Samichlaus, Anmeldung im MüZe.

So

8.12.

15–18

Tutti Frutti: Tanznachmittag für Mütter und Kinder

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Weihnachten fällt aus (dem Rahmen)

Nicht nur der weihnachtliche Poststempel oder die bunten Papierlaternen machen Bethlehem zum veritablen Weihnachtsquartier, in diesem Jahr wird auch die Weihnachtsgeschichte in unseren Strassen lebendig.

Nach den beiden erfolgreichen Aufführungen in den Jahren 2009 und 2010 inszenieren die katholische Pfarrei St. Mauritius und die reformierte Kirchgemeinde zum dritten Mal gemeinsam ein Openair-Krippenspiel.

«Weihnachten findet in Bethlehem statt!» - auch 2012. Wie fühlt sich Maria, die junge Frau, die unerwartet schwanger wird? Was beschäftigt die Hirten, die Unterschicht der damaligen Zeit? Was erhoffen sie sich vom Leben? Wenn Frauen und Männer aus dem Quartier in die Rollen der bekannten biblischen Figuren schlüpfen, wird schnell klar: was Maria oder die Hirten beschäftigte, könnte aktueller nicht sein! Ist es da erstaunlich, dass die biblischen Figuren hie und da ihren historischen Rahmen sprengen und uns ganz nahe kommen? Mehr sei allerdings nicht verraten!

Neben den Laienschauspielerinnen  und –spielern aus Bern-West und vielen Freiwilligen im Hintergrund dürfen auch in diesem Jahr die vierbeinigen, blökenden und wiehernden Darsteller nicht fehlen. Für die festliche musikalische Begleitung sorgt das Bläserensemble «Quinto Brass». Als natürliche Kulisse dienen die bunten Fassaden im Bethlehemacker und im Tscharni. «Weihnachten findet in Bethlehem statt» beginnt am 16. Dezember um 17 Uhr mit einer Szene vor der Kirche St. Mauritius. Fünf Orte und rund neunzig Minuten weiter spielt die letzte Szene auf dem Kirchenplatz der reformierten Kirchgemeinde. Anschliessend sind alle zu einem weihnachtlichen Apéro mit Punsch und kleinem Imbiss eingeladen.

Warme Kleider und gute Schuhe werden wärmstens empfohlen! Der Anlass findet bei jeder Witterung statt. Machen Sie sich zu Fuss mit uns auf den Weg durch die Winternacht zur Krippe. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Elisabeth Gerber, Ref. Kirchgemeinde Bethlehem

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Weihnachtssingen

Das Erhalten von Tradition ist in Bethlehem Programm. Auch dieses Jahr wird am Weihnachtsmorgen eine bunte Schar von Frauen und Männern unter der Leitung von Willy Beutler singend durch das Quartier ziehen. Wenn Sie auch mitsingen möchten, sind Sie herzlich dazu eingeladen, eine Gesangsausbildung brauchen Sie nicht, der Spass an der Freude reicht. Die Probe findet am Montag, 17. Dezember um 20 Uhr im Kirchgemeindehaus der reformierten Kirche Bethlehem statt. Am Weihnachtsmorgen treffen wir uns um 5:30 Uhr in der ref. Kirche. Dieses Jahr singen wir im Bethlehemacker, im alten Bethlehem, in der Untermatt und im Blumenfeld-Quartier. er

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Zone für Wohnexperimente

Der Gemeinderat hält auch nach der öffentlichen Mitwirkung am Standort Riedbach für eine Zone für Wohnexperimente fest. Er plant, im äussersten Westen der Stadt eine 6000 Quadratmeter grosse nutzbare Fläche von der Landwirtschaftszone in eine Zone für Wohnexperimente umzuzonen. Das stadteigene Grundstück befindet sich in unmittelbarer Nähe eines ehemaligen Zivilschutzzentrums sowie einer unterirdischen Armeeunterkunft. Öffentlich aufgelegt wird eine gegenüber dem Mitwirkungsentwurf leicht abgeänderte Vorlage. So dürfen auf dem Areal nur leicht entfernbare Hütten erstellt werden, damit es zu einem späteren Zeitpunkt wieder als Landwirtschaftsland genutzt werden kann. Ausserdem fällt die Zone für Wohnexperimente automatisch in die Landwirtschaftszone zurück, sollte sie während fünf Jahren nicht wie vorgesehen verwendet werden. Der Zonenplan ist das Resultat aus einer Einigung, welche die Burgergemeinde, die Stadtbauten, das Regierungsstatthalteramt, das kantonale Amt für Grundstücke und Gebäude, die Kantonspolizei, EWB und die Stadtverwaltung im Oktober 2008 getroffen haben. Damals wurde entschieden, den Stadtnomaden und anderen Gruppen zeitlich befristete Standplätze zur Verfügung zu stellen und innerhalb der nächsten drei Jahre eine definitive, gesetzeskonforme Regelung zu realisieren. Daraufhin hat die Stadt vier Standorte für alternative Lebens- und Wohnformen geprüft. Riedbach hat dabei die Voraussetzungen am besten erfüllt und weist auch das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis auf. Der Gemeinderat plant, nach dem ordentlichen Auflage- und Einspracheverfahren Anfang 2013 zuhanden des Stadtrates eine Vorlage zu beschliessen, so dass die Stimmberechtigten voraussichtlich im Juni 2013 darüber befinden können.

Informationsdienst Stadt Bern

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Zwiebeleien

Nächsten Montag ist «Zibelemärit». Über den Ursprung des «Zibelemärits» können Sie alle Jahre wieder in der Tagespresse lesen. Wir befassen uns mit der Zwiebel, mit einem alltäglichen und doch interessanten Gemüse. Es gibt unzäh-lige Speisen, in denen Zwiebeln eingesetzt werden. Sie ist aus der heutigen Küche - nicht nur in unserem Kulturkreis - gar nicht mehr wegzudenken. Aber nicht nur als Nahrungsmittel, auch sonst sind die Zwiebeln und Vergleiche mit den Schichten einer Zwiebel überall präsent. Sei es als Analogie in der Architektur (Zwiebelkuppel), bei Bekleidungen (Zwiebelschichten) oder im Krieg (Zwiebeltaktik). Aber auch als Heilmittel ist sie bekannt: Der amerikanische Bürgerkriegsgeneral General Ulysses S. Grant glaubte während des Sezessionskrieges fest daran, dass Zwiebeln ihn vor Diarrhö und anderen physischen Krankheiten bewahren könnten. Er zog mit seine Armee erst in die Schlacht als er drei Wagenladungen Zwiebeln bekommen hatte. Die alten Ägypter schrieben der Zwiebel mythische Fähigkeiten zu. Sie empfahlen eine halbe Zwiebel mit Bierschaum zu vermischen, um das Sterben zu verhindern. Es kursieren auch kuriose Fakten. Zum Beispiel sollen Äpfel und Zwiebeln gleich schmecken. Den Unterschied mache der unterschiedliche Duft. Um das zu beweisen, muss man nur die Nase zuhalten. Ein Selbstversuch hat gezeigt, dass dies sogar stimmt... für die ersten paar Sekunden, bis sich die Zwiebeldämpfe im Rachen ausbreiten. Wenn man eine Zwiebel in zwei Hälften schneidet und mit einem Teil davon die Fusssohle einreibt, dann hat man ungefähr eine Stunde später den Geschmack von Zwiebel im Mund. Da ich das nicht getestet habe, kann ich nicht sagen, ob dabei auch ein «Zwiebelmundgeruch» entsteht. Denn neben allem Nützlichen ist dies eine unangenehme Nebenwirkung des übermässigen Zwiebelkonsums. Im Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten gibt es in verschiedenen Staaten deshalb Gesetze um dem Rechnung zu tragen: Kinder, welche aus dem Mund nach Zwiebeln riechen, dürfen in West Virginia nicht die Schule besuchen, in der Stadt Alexandria (Minnesota) darf kein Mann mit seiner Frau schlafen, wenn er aus dem Mund nach Knoblauch, Zwiebeln oder Sardinen riecht, und Friseuren ist es in Waterloo, Nebraska, verboten, zwischen 7 Uhr morgens und 7 Uhr abends Zwiebeln zu essen.

Und die Moral von der Geschichte? Selbst hinter etwas Banalem können interessante Geschichten, Fakten und Mythen stecken. Auch das Alltägliche ist oft vielschichtig wie eine Zwiebel und einer näheren Betrachtung würdig.

Marcel Knöri

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Quartierzentrum im Tscharnergut

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Letzte Änderung: 21.11.12 19:02