Der WulcheChratzer, Online-Ausgabe Dezember 2009

9. INTERVENTION mit Kathrin Racz...
Bauspielplatz Brünnen
Das neue kantonale Energiegesetz
Der Wulchechratzer dankt...
Die Bethlehemer Gaststätten haben über die Festtage wie folgt geöffnet:
Ein Gespräch mit dem Schulhauswart
Filmvorführung Cystische Fibrose
Gratis eislaufen
Guichet für die Parkanlage Brünnengut
Hallenbad Gäbelbach
Dr. Thomas Beck, Direktor der HKB
Laternen Projekt in Bethlehem
m4music sucht das beste Demo
Öffnungszeiten des Quartierzentrums im Tscharnergut über die Festtage
Schliessung Holi–Café
Veranstaltungskalender
Weihnachten findet in Bethlehem statt
Weihnachten findet in Bethlehem statt (II)
Zum Jahresabschluss

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9. INTERVENTION mit Kathrin Racz...

... unter dem Titel «WAS AUF DEM TISCH LIEGT»: Die Kinder von kidswest.ch haben den Wunsch geäussert, «endlich wieder einmal selber zu malen». Kathrin Racz interpretiert diesen Wunsch nach «malen» auch als Wunsch nach einem sinnlichen Erlebnis. Für sie ist wichtig, dass bei diesem Projekt ein Bezug zum Alltag der Kinder hergestellt wird und eventuell eine Brücke nach Kenia zu ihrem Artist in Residence Programm «gebaut» werden kann. Bis die Künstlerin Ende November aus Afrika zurückkommt, zeichnen die KidsWest auf ein A2 Blatt Alltagsgegenstände die auf den Tisch kommen... Im Dezember werden die Skizzen dann malerisch umgesetzt und mit der Vernissage am
7. Januar um 18 Uhr im Kidswest, Waldmannstrasse 35 gezeigt.  www.kathrinracz.ch

es

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Bauspielplatz Brünnen

Den Bauspielplatz neben dem Tagi Brünnen gibt es jetzt seit fast drei Jahren. Die Erfahrungen sind unterschiedlich. Immer dann, wenn etwas organisiert wurde, war der Platz voll und Erwachsene und vor allem Kinder nahmen viele positive Erfahrungen mit. Wir möchten dem Rechung tragen. Ab 2010 wird der DOK (Dachverband für die offene Arbeit mit Kindern) einen Spielbetrieb aufbauen und regelmässige Angebote realisieren.

Ansprechpartner ist dann: DOKImpuls, Helen Gauderon (079 238 89 15, dok.impuls@spieleninbern.ch). Nach wie vor ist der zwischengenutzte Platz für das ganze Quartier offen. Wenn Sie eine Idee für den Platz, ein Projekt oder eine Aktion, haben melden Sie sich bitte bei uns. Weitere Infos werden folgen. Wir freuen uns auf Sie und Euch!

Marco Hort, Quartierarbeit Gäbelbach/Holenacker

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Das neue kantonale Energiegesetz

Dass Energiesparen wichtig ist, wissen wir alle – doch was können wir als Mieter oder Hausbesitzerinnen in diesem Bereich tun, und welche Massnahmen unterstützt der Staat? Das sind brennende Themen, die die SP Bümpliz/ Bethlehem dazu bewogen, Regierungsrätin Barbara Egger, die als kantonale Energiedirektorin für die Beantwortung dieser Fragen die geeignete Person ist, nach Bümpliz einzuladen. Barbara Egger, die politisch zuständig ist, brachte mit ihrem Mitarbeiter Ulrich Nyffenegger einen Ingenieur mit, der die technischen Möglichkeiten und Zusammenhänge kennt. Die beiden Fachleute wussten die zahlreichen Interessierten an der öffentlichen Veranstaltung der SP Bümpliz/Bethlehem mit ihren Ausführungen zu fesseln. Die anschliessende engagierte Diskussion zeigte, dass die Ausführungen der Regierungsrätin auf offene Ohren gestossen waren.

Wie Egger ausführte, ist das neue Energiegesetz die Umsetzung der kantonalen Energiestrategie. Während die Strategie die Ziele vorgibt, nennt das Gesetz die Massnahmen, wie diese Ziele erreicht werden sollen. Die Energiepolitik ist ein Top-Thema, ihre Massnahmen schaffen Arbeitsplätze, Lehrstellen und Wohlstand. Deshalb ist das neue Energiegesetz eine der wichtigsten Vorlagen der rot-grünen Regierung. Nur dank ihr kann das Gesetz überhaupt vor den Grossen Rat gebracht werden, der noch darüber befinden wird. In der Vernehmung wurde zwar die eine und andere Kritik an Einzelpunkten laut, doch grundsätzlich wird die Stossrichtung des Gesetzes von allen Seiten begrüsst. Es gibt Antworten auf zwei grosse Herausforderungen der Gegenwart: die Klimaerwärmung und die Sicherheit der Energieversorgung. Diese Antwort kann laut Egger nur lauten, die Effizienz zu verbessern und erneuerbare Energien zu fördern.

Das wirtschaftliche Potenzial in diesem Bereich ist riesig. Noch geht der grösste Teil des Geldes ins Ausland. Wenn der Verbrauch fossiler Energie vermindert wird, fliesst weniger Kaufkraft ab und es können Arbeitsplätze im Inland geschaffen werden – allein im Kanton Bern spricht man von 1000 Stellen! Durch Hausisolationen kann der Heizölverbrauch massiv reduziert werden, deshalb fördert der Kanton entsprechende Massnahmen. Ein schweizweiter Energieausweis, wie wir ihn schon von Glühlampen oder Kühlschränken kennen, soll künftig auch über die Energiequalität eines Hauses Auskunft geben – ein wichtiger Hinweis für Mieter.

Aber auch im Bereich des Elektrizitätsverbrauchs sind Massnahmen nötig. Durch ein Verbot von Elektroheizungen und eine effiziente Beleuchtung kann viel Strom gespart werden. In diesem Bereich sind nicht nur Hausbesitzer gefordert, Mieterinnen und Mieter können die Hälfte ihres Stromverbrauchs beeinflussen!

Noch muss das Gesetz durch die politischen Instanzen, im günstigsten Fall kann es am 1. November 2010 in Kraft treten. Die überzeugende Strategie des Kantons – der in seinen eigenen Gebäuden übrigens strengere Richtlinien anwendet, als er für private Hausbesitzer vorschreibt – könnte Bern im Bereich der Energieeffizienz einen grossen Schritt vorwärts bringen.

pan

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Der Wulchechratzer dankt...

...seinen Leserinnen und Lesern, allen Inserentinnen und Inserenten für ihre Treue und hofft auch im neuen Jahr auf Ihr Interesse und Ihre Kritik zählen zu dürfen.

Der Dank geht auch an all die Freiwilligen, die mithelfen den Wulchechratzer zu gestalten, zu korrigieren und zusammenzulegen. Mit den besten Wünschen für das neue Jahr.

Die Redaktion

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Die Bethlehemer Gaststätten haben über die Festtage wie folgt geöffnet:

 

Telefon

Do, 24.12.

Fr, 25.12.

Sa, 26.12.

So, 27.12

Mo, 28.12.

Di, 29.12.

Mi, 30.12.

Do, 31.12.

Fr, 1.1

Sa2.1.

Café Acherli

031 996 20 20

Zu

Zu

Zu

Zu

Zu

Zu

Zu

Zu

Zu

Zu

Café Gäbelhus

031 991 55 12

8.30–11

Zu

Zu

Zu

8.30–11

8–11

8–11

9–11

Zu

Zu

Café Tscharni

031 991 70 57

8.30–17

Zu

Zu

8.30–18

10–17

Zu

8.30–18

8.30–17

Zu

Zu

Holi Café

031 991 66 70

8–13

Zu

Zu

8.30–13

15–19.30

15–19.30

15–19.30

8–13

Zu

Zu

Rest. Tre Re

031 992 61 61

8–16

9–23.30

9–23.30

8–23.30

16–22.30

8–23.30

8–23.30

8–?

16–22.30

10–23.30

Rest. Acher

031 992 60 35

8.30–17

Zu

Zu

8.30–0.00

Zu

8.30–23.30

8.30–23.30

8.30–?

Zu

15–24

Rest. Jäger

031 992 16 12

Zu

Zu

Zu

8–23.30

8–23.30

8–23.30

8–23.30

8–?

17–24

8–23.30

Rest.Tscharnergut

031 992 38 00

Zu

Zu

Zu

Zu

8.30–15

8.30–23

8.30–23

18–?

Zu

Zu

Ristorante Piazza

031 558 28 55

8.30–23.30

8.30–23.30

8.30–23.30

8.30–23.30

8.30–23.30

8.30–23.30

8.30–23.30

8.30–23.30

8.30–23.30

8.30–23.30

Tea Room Blumenfeld

031 994 16 00

6–17

Zu

Zu

6–17

Zu

6–23.30

6–23.30

6–17

Zu

Zu

Rest. Azzuro

031 385 85 85

8–23.30

8–23.30

8–23.30

8–23.30

8–23.30

8–23.30

8–23.30

8–23.30

8–23.30

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Ein Gespräch mit dem Schulhauswart

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Herr Peyer hat Jahrgang 1973, ist Verheiratet und hat eine Tochter.

Sein ursprünglicher Beruf ist Maler, jetzt ist er Ange-stellter der Stadtbauten als Schulhauswart in der Volks-schule Tscharnergut.

Sie sind im Tscharni aufgewachsen?

Ja, ich lebe seit 36 Jahren im Tscharni, ich bin quasi ein Urgestein.

Was können Sie zu Ihrer Arbeit sagen?

Die Tätigkeit als Hauswart im Tscharnergut ist mein Traumberuf und mit vielen Erinnerungen an meine Jugendzeit verbunden.

Seit wann üben Sie diese Tätigkeit aus?

Jetzt knapp seit 5 Jahren. Ich hoffe dass, ich noch lange Zeit hier arbeiten darf.

Wie empfinden Sie die Zusammenarbeit mit der Lehr-personen?

Ich empfinde sie als gut, ebenso mit den Schülerinnen und Schülern.

Was sehen Sie als Schwierigkeit in ihrer Tätigkeit?

Im Alltag mit den Jugendlichen sind keine besonderen Schwierigkeiten festzustellen. Das Schwierige ist jedoch, dass man mit vielen Personen in verschiedenen Institutionen zu tun hat.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Motorrad fahren und snowboarden. Zudem spiele ich noch Fussball beim FC Bethlehem.

Möchten Sie unseren Leserinnen/Lesern noch etwas sagen?

Der allgemeinen Meinungen, dass das Tscharnergut ein Gettho sei, kann ich entschieden und eindeutig widersprechen.

Herr Peyer, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute und viel Befriedigung.

Für den Wulchechratzer, Erich Ryter

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Filmvorführung Cystische Fibrose

Vorführung des Dokumentarfilms «Solange wir leben sind wir unsterblich» am Freitag 15. Januar, 19.30 Uhr in der Aula Schulhaus Schwabgut.

Was für die meisten Menschen absolut selbstverständlich ist, davon können Dani, Edith, Isabeau, Ruth und Tobias nur träumen: unbeschwert atmen. Diese fünf Menschen haben eines gemeinsam: Sie leiden an der Erbkrankheit Cystische Fibrose. Gerade mal 12.8 Jahre Lebenserwartung beschied die Statistik damals. Edith ist heute 24 Jahre alt und studiert Medienwissenschaften, dies dank den medizinischen Fortschritten. Während zwei Jahren begleitete der Filmemacher Urs Kriech aus Bethlehem fünf CF-Betroffene in ihrem Alltag und dokumentierte deren Umgang mit den täglichen Herausforderungen dieser Krankheit. Die häufigste Erbkrankheit Europas ist für die jeweils Betroffenen ein harter Schicksalsschlag. CF zerstört nach und nach ihre Lunge und bis heute gibt es keine Heilung. Der Film «Solange wir leben sind wir unsterblich» zeigt, wie sich Dani, Edith, Isabeau, Ruth und  Tobias mutig und auf beeindruckende Art der Krankheit stellen und dabei ihre Lebenslust nicht verlieren.

www.lebenmitcystischerfibrose.ch

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Gratis eislaufen

Vom 31. Dezember bis am 14. Februar verwandelt sich der Bundesplatz erneut in eine Eisbahn. Öffnungszeiten der Eisbahn: 31. Dezember 11–02 Uhr, 1. Januar bis 14. Februar täglich 11–22 Uhr. Der Eintritt ist frei, Schlittschuhe können vor Ort für Fr. 6.50 pro Paar gemietet werden.

Informationsdienst Stadt Bern

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Guichet für die Parkanlage Brünnengut

Die Parkanlage Brünnengut in Bern Bethlehem wird im August 2010 im Rahmen eines Einweihungsfestes von der Stadt Bern der Quartierbewohnerschaft übergeben. Die für kulturelle Belange in Bümpliz/Bethlehem tätige gemeinnützige Stiftung für Bümpliz/Bethlehem/Bottigen/Riedbach (Stiftung B) hat von der Stadt Bern den Auftrag zum Aufbau von sozialen Parkinfrastrukturen erhalten. Ziel der Stiftung B ist es, auf der mit 55'000 m2 grössten Stadtberner Parkanlage optimale Bedingungen für Erholung, Freizeit und Sport zu schaffen. Dazu gehört eine Anlaufstelle für alle Belange der Parkanlage, genannt «Guichet». Dieses ist im Wesentlichen ein virtueller Schalter in der Form einer interaktiven Homepage. Das Guichet soll von einer Person aus dem Quartier betreut werden. Die bis 2013 befristete Stelle wird mit wöchentlich 8 Arbeitsstunden ausgeschrieben (siehe aktuelle Ausgabe Wulchechratzer). Für den Brünnenpark wird zudem eine bei der Nutzerschaft gut abgestützte Parkkommission eingesetzt. Diese wird sich zusammen mit den Akteuren im Brünnengut um die Umsetzung der Parkordnung kümmern. Die Bevölkerung muss sich mit der Parknutzung noch bis zum Einweihungsfest gedulden: Obschon in Brünnen auf dem Fussballfeld bereits jetzt das erste Grün spriesst, steht der Park erst ab Mitte August für Sport, Freizeit und Erholung zur Verfügung. Die Stadtgärtnerei will so das ungestörte Anwachsen der frisch angesäten Flächen und neu gepflanzten Bäume sicherstellen. Interessierte Vereine und Institutionen sind indessen bereits jetzt eingeladen, an der Eröffnung der Parkanlage mit einem Beitrag oder der Präsentation Ihres Vereines/Institution auf dem Festgelände mitzuwirken. Mehr zum Projekt der Stiftung B zum Projekt Brünnengut siehe unter www.bruennengut.ch.

Für weitere Infos wenden Sie sich an: Hans Stucki, Stiftung B  031 991 21 51.

hst

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Hallenbad Gäbelbach

Das Hallenbad bleibt vom 19.12. bis 3.1. geschlossen. Das Frauenbad hat ab 9. Januar wieder geöffnet.

Nilüfer Okçuoglu, Quartierarbeit Gäbelbach/Holenacker

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Dr. Thomas Beck, Direktor der HKB

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Dr. Thomas Beck ist seit anfangs Dezember der neue Direktor der Hochschule der Künste. Trotz der vielen Arbeit hat er Zeit für ein Interview gefunden.

Biographie

Dr. Thomas Beck, geboren 1964 in Kiel, studierte nach einer Ausbildung zum Zeitungsredakteur in Erlangen Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Theaterwissen-schaften und Musikwissen-schaften und promovierte 1996 mit einer inter-disziplinären Arbeit zur Librettoforschung. Thomas Beck lebt seit 14 Jahren in der Schweiz. Er arbeitete als Musikdramaturg und später als Chefdramaturg am Theater St. Gallen, bevor er 1997 zum Schweizer Fernsehen nach Zürich wechselte. Ab 2000 leitete er bei SF die Redaktion «Musik, Tanz und Theater». Seit 2005 war er dort ausserdem stellvertretender Leiter der Abteilung Kultur. Die Arbeit seiner Redaktion wurde mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet. Neben der Produktion der Sendereihe «Klanghotel», initiierte und verantwortete Herr Beck die Kulturprojekte «Die Zauberflöte auf zwei Kanälen» (2007), den Thementag «Singen ohne Grenzen» (2007), sowie die Opernproduktionen «La Traviata im Hauptbahnhof» (2008) und «La Bohème im Hochhaus» (2009), die mit ihrem fernsehspezifischen Ansatz und ihrem Breitenerfolg schweizweit und international Aufsehen erregten. Thomas Beck war jahrelang als Jazz- und Theatermusiker aktiv. Er gehörte zu den Initianten des Symposiums «Musik muss sein!» am Theater Basel (2007) und war Mitglieder vieler internationaler Jurys (Golden Prague Festival, Dance Screen, Prix Italia, Rose d’Or). Er ist Vizepräsident des Internationalen Musik- und Medienzentrums (IMZ) in Wien und war langjähriges Vorstandsmitglied der Music Group der European Broadcasting Union (EBU) in Genf. Thomas Beck ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Erlenbach bei Zürich.

Das Interview

Was für eine Beziehung haben Sie zu Bethlehem?

Meine Geschichte zu Bern-Bethlehem datiert ungefähr auf Mai dieses Jahres zurück, durch unser Fernsehprojekt «La Bohème», welches im Gäbelbachquartier angesiedelt war. Dort sind wir auch schon frühzeitig mit den Bewohnern in Kontakt getreten. Es war wirklich eine tolle Begegnung mit den Menschen. Extrem offen sind wir vom Fernsehen begrüsst worden. Ich hoffe, dass es mit der HKB nicht anders sein wird. Aber es war ja eine ganz andere Situation. Wir sind dort mit einem grossen Projekt einfach eingefahren in den Alltag und sind auf herzliche und sehr weltoffene Menschen gestossen, die sich riesig gefreut haben darüber. Insofern um die Frage zu beantworten: Ja es gibt eine Geschichte von mir mit Bern-Bethlehem und die ist sehr erfolgreich und positiv.

Wie sind Ihre Pläne und Visionen für die HKB?

Ein so komplexes Gebilde wie die HKB verträgt nicht unbedingt jemanden an der Spitze, der neu kommt und alles anders machen will. Das ist wie ein Supertanker: Wenn man am Steuerrad dreht, passiert erst mal nichts; erst in vielleicht 2 Jahren dreht das «Schiff» in eine andere Richtung. Ich bin erst mal damit konfrontiert, dass die Schule seit der Gründung vor 6 Jahren eine wahnsinnig hektische Zeit hinter sich hat. Nach dieser wirklich turbulenten Aufbauphase kommt nun die Zeit, wo die Schule erst mal auf die Bremse treten und sagen muss: Wo sind wir jetzt eigentlich? Wo stehen wir? Was war gut? Was war erfolgreich, und was wollen wir anders machen? Dieses Projekt ist wirklich meine Hauptaufgabe und wird ein paar Jahre dauern. In diesem Prozess stehen wir.

Eine der anderen wichtigen Baustellen ist, dass die Schule weit verstreut ist. Hier haben wir das Aushängeschild in Bethlehem. Wir haben aber das Problem, dass die Schule auf 13 verschiedene Standorte zersplittert ist. Die meisten davon befinden sich in Bern, aber natürlich auch in Biel. Ich glaube nicht, dass es schlussendlich einen zentralen Campus braucht, aber ich hoffe die ganze Schule vielleicht auf 3 Standorte zu reduzieren. Das wäre der grosse Traum.

Auf 3 Standorte? Wird da Bethlehem auch dabei sein?

Davon gehe ich mal ganz sicher aus! Dieses schöne Gebäude werden wir sicher nicht freiwillig wieder räumen.

Bisher waren sie eher aktiv an der künstlerischen Arbeit beteilig. Jetzt dieser Wechsel ins Management. Ist dies ein Rückzug aus der künstlerischen Arbeit?

Nein. Auch meine Arbeit beim Fernsehen war wie zweiteilig. Auf der einen Seite war ich wirklich an der Front, habe mit den Bewohnern geredet. Da ging es ganz um handfeste Dinge, wie so eine Produktion aufgebaut und konzipiert wird. Auf der anderen Seite war meine Aufgabe auch hinter den Kulissen, ich habe die Redaktion ja geleitet. Habe dort auch Strategien entwickelt, Konzepte, Budgets, Personalgeschichten... das gehörte auch zu meinem Dossier. Nun wird aus dem zweispaltigen Dossier wieder eines und zwar das Management. Es hatte gute Gründe, dass ich aus dem Fernsehen weggegangen bin. Wir, das Team der Redaktion, waren Kunstschaffende und Kulturschaffende in einem kunst- und kulturfeindlichem Umfeld, dem Fernsehen. Das gibt mit der Zeit gewisse Ermüdungserscheinungen. Nach 13 Jahren Fernsehen ist es wirklich so, dass ich mich an einen Platz zurücksehnte, wo man nicht jedes Jahr den Begriff Kultur neu definieren und überhaupt um die Existenz von Kultur kämpfen muss.

So bin ich natürlich sehr froh hier zu sein, wo es klar um Kultur geht. Hier sind Kulturköpfe, man versteht sich, die Grundregeln sind klar und man kann auf dieser Grundlage diskutieren. Ich war sowohl beim Fernsehen wie auch hier ein Kultur-Ermöglicher. Hier noch verstärkt: Kultur zu ermöglichen, aber vor allem auch das dazugehörige Klima zu schaffen. Das Klima ist für die Kultur eminent wichtig. Ein Klima der Offenheit, der Diskussion, des Interesses und des Füreinanders. Das scheint mir eine unabdingbare Sache zu sein. Und da ich so ein Kommunikator beim Fernsehen war, hoffe ich, dass ich dies auch hier einbringen kann.

Ihr eigenes künstlerisches Gebiet war oder ist vor allem Bild, Ton und Theater, jedoch nicht gestalterische Kunst. Wird dies einen Einfluss auf die HKB haben?

Nein, das wird es sicher nicht. Es wäre auch falsch, wenn ich versuchen würde, meine persönlichen Präferenzen hier umzusetzen. Die HKB lebt von der Vielfalt, das ist ihre grosse Stärke. Das finde ich total faszinierend. Was ich darüber hinaus spannend finde, sind natürlich die Grenzbereiche – den Ansatz dieser Schule - die Transdisziplinarität, das Miteinander der verschiedenen Künste. Das hat mich schon immer interessiert. Meine Dissertation habe ich zum Beispiel über Operntexte und Opern-Libretti geschrieben, also das Gebiet, wo Literatur und Musik ineinander übergehen. Auch der Bereich zwischen Theater und bildender Kunst oder zwischen Restaurierung und Musik sind sehr spannende Gebiete. Ich verstehe sicher von Musik mehr als von bildender Kunst, gar keine Frage, aber das ist für meine jetzige Position nicht so relevant.

Ein Zitat von Oscar Wilde: «Das Ziel der Kunst ist es, einfach eine Stimmung zu erzeugen». Was ist für Sie persönlich der Sinn und das Ziel der Kunst?

Anders als das Tier ist der Mensch dazu imstande, über sich nachzudenken. Über sich selbst und seine Lebensbedingung zu reflektieren, sich selbst und seine Reflexion anderen mitzuteilen. In der Wissenschaft würde man das einen hermeneutischen Prozess – also einen Verstehensprozess – nennen: Das Selbsterlebte reflektieren, in eine Form bringen und sich anderen Menschen zur Disposition stellen, die dann wiederum einen ähnlichen Prozess durchlaufen vor dem Hintergrund ihrer eigenen Biografie. Kunst ist eine ganz spezifische, rein menschliche Form der Kommunikation, auf eine sehr spezifische und komplexe Art und Weise.

Gibt es noch etwas, was Sie den Bewohnerinnen und Bewohnern aus Bethlehem gerne sagen möchten?

Ich bin ja erst seit 10 Tagen hier, aber ich höre von allen Mitarbeitenden, dass sie sehr gerne hier sind, sie sind sehr glücklich in dieser Umgebung. Ich finde es absolut richtig, dass Kunst nicht nur bedeutet, in einem Kunsttempel in der Mitte der Stadt für ein gutbürgerliches Publikum da zu sein, sondern dass sie sich in Bewegung setzt, an die Ränder geht, - nicht nur im städtebaulichen, sondern auch im inhaltlichen Sinn - und sich auch in anderen sozialen Klimata manifestiert. Ich freue mich sehr, wenn möglichst viele Menschen in Bern-Bethlehem die Hochschule zur Kenntnis nehmen, uns vielleicht besuchen und ein reger Austausch stattfindet.

mk

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Laternen Projekt in Bethlehem

Adventszeit heisst in Bethlehem Laternenzeit. Wie seit vielen Jahren bastelten auch dieses Jahr Erwachsene und Kinder in Schulen, Tagesheim, Kindertreffs und /oder Zuhause zahlreiche kunstvoll hergestellte Laternenbilder.

Dieses vernetzte, vorweihnachtliche und traditionelle Projekt in Bethlehem erfreut sich bei Jung und Alt nach wie vor, grosser Beliebtheit. Das Projekt bietet Erwachsenen und Kinder aus verschiedenen ethnischen Kulturen eine Möglichkeit, beim weihnachtlichen Schmücken ihres Quartiers mitzuhelfen.

Das Projekt wird wie immer in Form eines Wettbewerbes durchgeführt. Wir belohnen alle mit einem kleinen Preis für das Mitmachen. Am Samstag, 28.11. war es soweit: die Prämierung der 185 Laternenbilder! Aus 6 Alterskategorien wurden die ersten fünf prämiert. Eine besondere Ehre wurde Frau Steiner aus dem Tscharnergut zuteil. Frau Steiner ist weit über 80 Jahre alt. Sie stellt seit Jahren, mit viel persönlichem Engagement, mehrere Bilder her.

Das Laternenprojekt wurde organisiert vom Quartierzentrum Tscharnergut, der Freizeitwerkstatt Tscharnergut und dem Kindertreff Tscharnergut. Unterstützt wurden sie vom Quartierzentrum Gäbelbach und zahlreichen Helferinnen und Helfern aus den Quartieren Tscharnergut und Gäbelbach, sowie dem Jury-Team von Thomas Uehlinger.

Wir danken allen jungen und junggebliebenen Künstlerinnen und Künstlern für ihre wunderschönen Werke, der Jury und den zahlreichen Sponsoren für ihre grosszügige Unterstützung und den vielen Helferinnen und Helfern.

Die Sieger

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Pranvera Berisha (nicht anwesend auf dem Foto), Adelisa Hasanbegovic, Ibrahim Rebronja, Elisabeth Luu, Tatjana Jost, Mirjam Jost.

Sponsoren des Laternenprojekts

 Apotheke Tscharnergut, Bäckerei Sterchi, Bethlehem Leist, Berner Zeitung BZ, Cafe Tscharnergut, Dr. Meyer Verwaltung AG, FAMBAU, Gäbelbach Verein Gemeinschaftszentrum Gäbelbach, Helene Kirchhofer AG Uhren Bijouterie, IKEA, Kindertreff Tscharnergut, LOEB Bern,  Migros Aare Kommunikation + Kulturelles, OTTO`S AG, Optik Tscharnergut, Post Bethlehem, Quartierverein Bethlehmacker, Quartierzentrum Tscharnergut, Röm. kath. Pfarrei St. Mauritius, Sozial- und Beratungsdienst der ref. Kirche Bethlehem, Valiant Banken, Valiant Bank Agentur Bethlehem, Yves und Ida Sunier Restaurant Acher.

pw

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m4music sucht das beste Demo

Die Demotape Clinic ist einer der grössten und ältesten Bandwettbewerbe der Schweiz mit jährlich über 600 Einsendungen aus der ganzen Schweiz, davon rund 200 aus der Romandie. Die Demotape Clinic bietet Musikern und Produzenten eine Plattform, um sich zu präsentieren und ein professionelles Feedback zu erhalten. Eine Vorjury hört sich jeden eingereichten Song an. Die besten der vier Kategorien – Pop, Rock, Electronic & Urban – werden zu den Live-Sessions der Demotape Clinic eingeladen. Dort hört und beurteilt eine Jury von Branchenprofis die Demos öffentlich: Haben die Künstler das Potenzial für einen Plattenvertrag, für Live-Auftritte? Worin können sie sich verbessern? Welche Kriterien sind für Musikprofis relevant?

Die Live-Sessions finden im Rahmen des Festivals m4music am 26. und 27. März im Schiffbau in Zürich statt. Anmeldeschluss ist der 31. Januar.

Zu gewinnen gibt es die SUISA-Foundation-Awards im Wert von insgesamt 17'000 Franken, Musik-Equipment, Publizität, Radio-Airplay, ein Coaching und die Veröffentlichung auf der CD-Compilation «The Best of Demotape Clinic»

m4music

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Öffnungszeiten des Quartierzentrums im Tscharnergut über die Festtage

 

Café

Information

Werkstatt

Mo 21.12.

zu

zu

zu

Di 22.12.

8.30–18

12.30–18

14 - 20

Mi 23.12.

8.30–18

12.30–18

14 - 20

Do 24.12.

8.30–17

12.30–17

14 - 18

Fr 25.12.

zu

zu

zu

Sa 26.12.

zu

zu

zu

So 27.12.

zu

zu

zu

Mo 28.12.

zu

zu

zu

Di 29.12.

8.30–18

12.30–18

zu

Mi 30.12.

8.30–18

12.30–18

zu

Do 31.12.

8.30–17

12.30–17

zu

Fr 1.1.10

zu

zu

zu

Sa 2.1.

zu

zu

zu

So 3.1.

10–17

zu

zu

Ab Montag, 4.1.10 gelten wieder die normalen
Öffnungszeiten.

Wir wünschen allen eine schöne Weihnachtszeit!

Das QZ–Team

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Schliessung Holi–Café

Leider müssen wir das Holi–Café per 31.12. bis auf weiteres schliessen. An der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 3.12. wurde beschlossen, dass die Verhandlungen über eine Wiedereröffnung an die  Dachorganisation vbg-Bern, übergeben werden soll.

Personen, welche Interesse haben den Betrieb selbständig zu führen, wenden sich bitte an: vbg Bern, Bollwerk 39, Postfach 653, 3000 Bern 7, Tel. 031 312 50 06.

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Veranstaltungskalender

In der Adventszeit, bis zum 23.12.2009, ist die ref. Kirche Bethlehem jeden Abend zusätzlich von 17-19 Uhr geöffnet. Sie sind eingeladen, einen Moment zu verweilen, bei Stille und Kerzenlicht zur Ruhe zu kommen. Sie haben auch die Möglichkeit, für Ihre persönlichen Anliegen eine Kerze anzuzünden.

Donnerstag, 24. Dezember, 16 Uhr in der ref. Kirche Bethlehem. Musical «So nes Kamel» mit Kindern aus Bethlehem, Silvia Kernen Santschi und Pfrn. Elisabeth Gerber.

Donnerstag, 24. Dezember,  17 Uhr. in der kath. Kirche St. Mauritius.

Donnerstag, 24. Dezember, 23 Uhr in der ref. Kirche Bethlehem. «Folge deinem Stern», Ad-hoc-Chor mit Claudia Olgiati, Mélanie Trachsel, Flöte, Ivo Zurkinden, Orgel, Pfr. Hans Roder und Pfrn. Elisabeth Gerber.

Donnerstag, 24. Dezember,  23 Uhr in der kath. Kirche St. Mauritius. Musikalische Gestaltung: Orgel (René Meier) und Kirchenchor.

Gemeinsame Heiligabendfeier mit Besinnung, Nachtessen, Darbietung, Singen und Plaudern. Wenn Sie diesen Abend nicht alleine verbringen wollen, finden Sie bei uns einen offenen Treffpunkt: Donnerstag, 24. Dez., 17.30–22 Uhr im Saal des reformierten Kirchgemeindehauses. Anmeldung erwünscht bis Montag, 21.12.09 im Sekretariat Kirchgemeindehaus, Eymattstr. 2b, Tel. 031 996 18 40.

Die Sängerinnen und Sänger treffen sich zum traditionellen Weihnachtssingen am Weihnachtsmorgen, 25. Dezember, um 5.30 Uhr vor der ref. Kirche Bethlehem.

Freitag, 25. Dezember,  9.30 Uhr in der kath. Kirche St. Mauritius, Orgel Erich Steudler, Viola Jan Heidekker.

Freitag, 25. Dezember, 10 Uhr in der ref. Kirche Bethlehem, mit Abendmahl. Mélanie Trachel, Flöte, Ivo Zurkinden, Orgel und Pfrn. Marianne Locher.

Freitag, 1. Januar, 17 Uhr in der ref. Kirche Bethlehem. Mit Pfr. Hans Roder, anschl. Apéro in der Kirche.

Freitag, 15. Januar, 14–17 Uhr, Quartierzentrum im Tscharnergut. Musik: Res Kiener, Unkostenbeitrag: Fr. 10.--

Montag, 18. Januar, 12 Uhr im Quartierzentrum im Tscharnergut. Mittagessen für Seniorinnen und Senioren. Fr. 13.-- pro Person. Anmeldung unter 031 991 70 55.

Donnerstag, 21. Januar, 14–17 Uhr im Quartierzentrum im Tscharnergut. Kosten Fr. 5.--

Samstag, 23. Januar, 20 Uhr, Kirchgemeindehaus Bümpliz. Der Verein Kultur, Bildung Arbeit Bümpliz Bethlehem (KuBA) präsentiert den Film «Ostrov-The Island» (RU 2006). Ein schlichter ruhiger Film von Schuld und Sühne, erfolgreichster russischer Film 2007. Eintritt frei, Kollekte.  

Dienstag, 26. Januar, 18.30 Uhr, Kornhausforum Bern. Aus der Vortragsreihe «Hochhausbau» des Architekturforums Bethlehem.

Mi

6.1.

14–17

Basteln am Fasnachtswagen

Do

7.1.

15–19

Mädchennachmittag, Wellness

Fr

8.1.

14–17

Basteln am Fasnachtswagen

Mi

13.1.

14–17

Basteln am Fasnachtswagen

Do

14.1.

15–18

Bubennachmittag, Basteln am Fasnachtswagen

Fr

15.1.

9–12

Treffkaffee

 

 

14–17

Basteln am Fasnachtswagen

Mi

20.1.

14–17

Fasnachtsmasken basteln

Do

21.1.

15–18

Mädchennachmittag, Ideenbörse

Fr

22.1.

14–17

Fasnachtsmaske basteln (5–10 J.)

 

 

18.30–21

Teenieclub (11–14 J.)

Mi

27.14.

14–17

Fasnachtsmaske basteln

Do

28.1.

15–18

Bubennachmittag, Ideenbörse

Fr

29.1.

14–17

Fasnachtsmaske basteln

Mi

13.1.

14–18

Fasnachtsvorbereitung

Do

14.1.

15–18

Fasnachtsvorbereitung

Fr

15.1.

13–18

Fasnachtsvorbereitung

Mi

20.1.

14–18

Fasnachtsvorbereitung

Do

21.1.

15–18

Fasnachtsvorbereitung

Fr

22.1.

13–18

Fasnachtsvorbereitung

Mi

27.1.

14–18

Fasnachtsvorbereitung

Fr

29.1.

10–18

Fasnachtsvorbereitung

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Weihnachten findet in Bethlehem statt

Mahmood war schon lange auf der Reise. Die Mutter war bei seiner Geburt gestorben. Sein Vater hatte ihn mit fünf Jahren einem Grossgrundbesitzer verkauft. Und bis er sich mit 17 Jahren aufgemacht hatte, das gelobte Land zu finden, war er schon drei Mal weiterverkauft, zwei Mal vertrieben und einmal zur Flucht verdammt worden. Der Weg hierher war steinig. Unendliche Fussmärsche, die wochenlange Überfahrt, von Schleppern wie eine Ware herumbugsiert, immer hart am Limit. Abfälle aus Mülltonnen und das, was die Natur zum Essen hergab, mussten reichen.

Als dunkelhäutiger Schwarzarbeiter begann er sich hier bei uns durchzuschlagen. Behandelt wie Dreck fand er jeweils nur noch im Alkohol das Heil. Umso härter jeweils das Erwachen. Doch vergessen konnte er nie. Er hatte nichts, das ihn an etwas Schönes hätte erinnern können.

Auf der Suche nach Arbeit und Wärme machte er sich einmal mehr auf. Aber warum sollte es inmitten dieser nüchternen Betonwüste besser sein als anderswo? Warum sollte es in der Schweiz, in Bern, anders sein?

Es war kalt. Der eisige Wind verschlug ihm fast den Atem. Doch inmitten der Hochhäuser hatten sich Leute versammelt, Könige, Schafe, Esel und mehr. Eine Gruppe Bläser spielte. Die Musik klang einladend. Viele Menschen schauten dem Spektakel zu. Sangen mit.

Mahmood trat zögerlich aus dem Schatten und wollte das Treiben aus sicherer Distanz beobachten. Doch eine unsichtbare Kraft zog ihn an. Aus dem Nichts erkannte er den Stern, der so hell war wie das Sonnenlicht. Maria und Josef waren da, und das Kind lag in der Krippe. Plötzlich reichte ihm jemand die Hand. Und eine wohlige Wärme durchflutete seinen Körper.

Zum ersten Mal in seinem Leben war es für Mahmood Weihnachten geworden.

Sofia Lorenzini

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Weihnachten findet in Bethlehem statt (II)

Mehr als zwei Jahrtausende ist es her, dass sich die hochschwangere Maria mit ihrem Mann Josef aufmachten, um sich in ihrem Heimatort Bethlehem zählen zu lassen. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich ebenfalls viele Menschen aufgemacht – sie haben in Bern-Bethlehem ein neues Zuhause gefunden. Entstanden ist daraus ein Ort, zu dem der Zugang von aussen nicht immer einfach scheint. Doch hinter den hohen Betonwänden sind es die Menschen, die den multikulturellen Charakter des Stadtteils prägen.

Aus Bethlehem – für Bethlehem

Der Rahmen für das erste Krippenspiel unter freiem Himmel an sechs Orten im Westen von Bern könnte passender nicht sein. Einwohner von Bern-Bethlehem aus allen Herren Länder finden sich zum ersten Mal zusammen, um in sechs Szenen die Weihnachtsgeschichte zu inszenieren. Und zwar überraschend anders. Wo sonst verkündet der Engel schon die frohe Botschaft von der Geburt des Jesuskinds von einem Hochhaus herab? Wo sonst grasen Schafe zwischen den Betonsilos? Und wo sonst reitet der Herold auf dem Pferd um die Blöcke? Das etwas andere Weihnachtsspiel beginnt am Sonntag, 20. Dezember um 17 Uhr mit einer Szene vor der Kirche St. Mauritius. Fünf Orte und rund hundert Minuten weiter wird die letzte Szene auf dem Dorfplatz Tscharnergut gespielt. Dabei haben sowohl Theater- als auch Musikdarbietungen Platz. Die musikalische Begleitung erfolgt durch das Quinto Brass.

Eine konfessionsübergreifende Initiative

Hinter dem ersten Freiluft-Krippenspiel an sechs Orten in Bern-Bethlehem stehen die reformierte und die katholische Kirche aus dem Quartier sowie Laiendarsteller und Musiker, die ebenfalls in Bethlehem daheim sind. Machen auch Sie sich zu Fuss auf den Weg, um die Weihnachtsgeschichte in Bern-Bethlehem zu erleben. Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen – am besten in warmen Kleidern! Willkommen sind Menschen jeglicher kultureller und religiöser Gesinnung.

Weitere Informationen: Kommunikationsstelle Katholische Kirche Region Bern, Ludwig Spirig-Huber, Frohbergweg 4, 3012 Bern, Telefon 031 306 06 02, Natel 079 655 18 99

ludwig.spirig@kathbern.ch

Sofia Lorenzini, Elisabeth Gerber

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Zum Jahresabschluss

Obwohl wir noch in den Abschlussarbeiten für das Jubiläums-Jahr stecken, möchte ich es nicht versäumen, mich für die Arbeit und den Einsatz, der 2009 geleistet wurde, zu bedanken.

Als erstes möchte ich mich ganz herzlich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Quartierzentrums bedanken. Dank ihnen ist es überhaupt erst möglich, dass wir immer wieder auf Ihre Wünsche und Anliegen eingehen und unsere Angebote benutzerfreundlich und spannend gestalten können. Im Besonderen gilt mein Dank den beiden Quartierzentrumsleitern, Otto Wenger und Andreas Rohrbach, die stets für alle ein offenes Ohr haben und mit ihrem kollegialen Führungsstil viel zu einem guten Arbeitsklima beitragen. Uns allen ist sehr wohl bewusst, dass eine Organisation wie das QZT nicht funktionieren könnte, wenn wir nicht so viele freiwillige Helfende hätten, die viele Angebote mittragen und unterstützen. Da sei vor allem auch der ehrenamtliche Vorstand erwähnt, der eine wichtige Funktion ausübt. Bei ihnen allen möchte ich mich recht herzlich bedanken. Nicht zuletzt möchte ich mich aber auch noch bei Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher, bedanken. Unsere Arbeit wäre sinnlos und überflüssig, wenn nicht Sie tagtäglich bei uns vorbeikämen um uns zu unterstützen und von unseren Angeboten zu profitieren. Für Ihre Treue möchte ich Ihnen hier einen grossen Dank aussprechen.

Ich hoffe, dass wir Sie auch im kommenden Jahr wieder bei uns begrüssen dürfen, und wünsche Ihnen schöne Festtage und ein gutes Neues Jahr.

Marianne Mendez

Präsidentin Verein Quartierzentrum im Tscharnergut

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Quartierzentrum im Tscharnergut

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Letzte Änderung: 16.12.09 18:57